Das Jugendhilfswerk hat den Handlungsbedarf im Bereich Hitzeschutz in seinen Einrichtungen frühzeitig erkannt.
Die Kita Seestern verfügt über Split-Klimageräte.
Standort / Allgemeine Infos
Die Kita Seestern liegt in der Nähe des Waldrandes an einem kleinen See. Die Einrichtung ist umgeben von einem großen ansprechenden Außengelände. Die Kita begleitet 70 Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt in einem offenen Konzept mit verschiedenen Funktionsräumen und vielfältigen Kooperationen. Zusätzlich geht täglich eine Kindergruppe in den Wald. Ein ausgewogenes Mittagessen wird täglich frisch vor Ort von einem Küchenteam aus regionalen Produkten gekocht und ist auf die Bedürfnisse und Vorlieben von Kindern der betreuten Altersklasse abgestimmt.
Pädagogisches Profil
In unserer Kita begleiten wir Ihr Kind liebevoll und professionell auf dem Weg des Wachsens und Lernens. Unser Auftrag umfasst Bildung, Erziehung und Betreuung. Wir schaffen eine sichere und anregende Umgebung, in der die kindliche Neugier gefördert wird, sie ihre individuellen Fähigkeiten entdecken und soziale Erfahrungen sammeln können.
Der Tag in der Kita besteht aus vielen strukturgebenden Elementen, die auf freiwilliger Basis von allen Kindern wahrgenommen werden können. Neben den drei Mahlzeiten gehören hierzu Morgen- und Singkreise, ein Entspannungsprogramm (TigerKids), verschiedene Angebote und Ausflüge sowie eine Schlafenszeit.
Im offenen Konzept können Kinder selbst entscheiden, womit sie sich beschäftigen möchten. Dadurch lernen sie, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Jedes Kind kann in seinem eigenen Tempo seine Interessen entdecken und seine Stärken entwickeln. Freies Spielen und selbst gewählte Aktivitäten fördern Kreativität, Problemlösungsfähigkeiten und soziale Kompetenzen, wie Rücksichtnahme und Zusammenarbeit. Die Fachkräfte begleiten die Kinder dabei individuell, regen sie an und unterstützen sie – ohne Vorgaben oder Druck. So entsteht ein motivierender Kita-Alltag, in dem Kinder mit Freude und Selbstvertrauen lernen.
In unserer Kita-Verfassung ist festgehalten, wie Kinder, Familien, Fachkräfte, Kitaleitung und Träger zusammenarbeiten und leben wollen. Dazu sind auch die Gremien und Verfahren für die Beteiligung von Kindern verbindlich festgelegt worden. Die Kinder haben das Recht, an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt zu werden. Wir haben dazu geeignete Verfahren entwickelt und für die Kinder die Möglichkeit geschaffen, sich zu beteiligen und zu beschweren. Es wurde festgeschrieben, worüber jedes Kind selbst entscheidet, worüber Kinder und Erwachsene gemeinsam entscheiden und worüber Kinder nicht entscheiden können. Die Kita Verfassung ist Bestandteil des für Kitas verpflichtenden Gewaltschutzkonzeptes, welches Kinder vor Gewalt durch Erwachsene und andere Kinder schützen soll. Zudem verfügt die Kita über umfassende Standards, die die pädagogische Qualität gewährleisten.
Schwerpunktbereiche & Besonderheiten
Das letzte Kita-Jahr
Das letzte Jahr im Kindergarten hat bei uns eine besondere Bedeutung. In der „Tintenfisch-Gruppe“ werden die Kinder hinsichtlich der Schule zielgerichtet gefordert und gefördert, um gut auf den Übergang in die Grundschule vorbereitet zu werden. Es besteht eine aktive Kooperation mit der Johann-Peter-Hebel-Schule.
Eine spezialisierte Fachkraft für die Arbeit mit Vorschulkindern besucht uns einmal in der Woche und ermöglicht in Kleingruppen die gezielte Förderung von Kompetenzen, die für den Start in die Schule förderlich sind.
Kinderkonferenzen
Durch gelebte Partizipation mittels der Kinderkonferenzen wird dem Kind ein großes Mitspracherecht eingeräumt. Hier lernen die Kinder, in enger Begleitung der pädagogischen Fachkräfte Entscheidungen zu fällen und sich mit ihren Vorschlägen und Ideen in der pädagogischen Arbeit einzubringen. In der Regel alle zwei bis drei Wochen besprechen wir in den Konferenzen vielfältige Themen, die die Kinder mitbetreffen, wie z. B. Anschaffungen, neue Regelungen, Begrüßungen und Verabschiedungen von Personen in der Kita etc. Auch bei der Organisation von Festen und dem Jahresablauf haben die Kinder ein Mitspracherecht in den Konferenzen. Bei Möglichkeit wird eine Arbeitsgruppe aus Erwachsenen und Kindern gebildet. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden dann im Anschluss wieder in der Kinderkonferenz vorgestellt.
Wald- und Naturausflüge
Die Kita Seestern geht mit einer Kindergruppe mehrmals in der Woche in den nahegelegenen Wald. Die Kinder entscheiden selbst, ob und wann sie in den Wald gehen möchten. Den waldbegeisterten Kindern soll ermöglicht werden, viele Naturerfahrungen zu sammeln und zu erleben. Wissensvermittlung und Rituale, sowie das gemeinsame Erleben im Wald sind ein fester Bestandteil der Waldgruppe. Auch auf ein naturgerechtes Verhalten wird geachtet. Das Angebot ist in unseren Tagesablauf so integriert, dass die Teilnahme beim Frühstück und Mittagessen gewährleistet wird.
Team
Das Team der Kita Seestern besteht aus etwa acht bis zehn Fachkräften, die von zusätzlichen Mitarbeitenden wie FSJ´ler:innen und studentische Aushilfen bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben unterstützt werden. Zudem begleiten wir jährlich bis zu vier Auszubildende, die zwei bis drei Tage pro Woche bei uns beobachten, lernen und das Team ergänzen. In der Küche sind zwei Mitarbeitende beschäftigt, die die Kindergruppe täglich bekochen.
Räumlichkeiten
Folgende Funktionsräume und Angebote stehen aktuell zur Verfügung:
- Atelier
- Theaterwelt – Rollenspielbereich
- Bau- und Konstruktionsbereich
- Turn- und Bewegungsraum
- Flur mit Frühstückstischen, einem Tischkicker und einer Bauecke
- Garten mit einer Holzwerkstatt
- Snoezel-Raum/Schlafraum
- Wald- und Naturausflüge
- Der vielfältige Außenbereich ist für die Kinder ganztägig geöffnet und kann jederzeit mitgenutzt werden. Hier bauen wir bei schönen warmen Tagen mit Tischen verschiedene Bildungsbereiche nach, um vielfältige Lernerfahrungen ermöglichen zu können.
Den Kindern stehen klimatisierte Funktionsräume zur Verfügung, die in den heißen Sommertagen für ein angenehmes Raumklima sorgen.
Zusammenarbeit mit Familien & Gemeinde
Elternarbeit
Der Elternbeirat ist die gewählte Vertretung der Eltern in der Kita und besteht aus je zwei Vertreter:innen pro Gruppe. Er fördert den Austausch zwischen den Familien, den pädagogischen Fachkräften und der Kita-Leitung. Gemeinsam werden Anliegen, Ideen und Anregungen besprochen, um den Kita-Alltag und das Zusammenleben in der Einrichtung positiv mitzugestalten. Der Elternbeirat unterstützt die Kita bei Projekten und Veranstaltungen.
Gewählt wird der Elternbeirat am ersten Elternabend des Kita-Jahres im Spätsommer/Herbst.
Elterngespräche zur kindlichen Entwicklung
Die ganzheitliche Beobachtung der kindlichen Entwicklung gehört schon lange zum Selbstverständnis pädagogischer Fachkräfte. Um jeden Geburtstag der Kinder wird ein Entwicklungsgespräch mit der Familie geführt. Ein Entwicklungsbericht zu den verschiedenen Bereichen wird im Vorfeld von den Fachkräften erstellt, im Team besprochen und der Familie übergeben. Darin werden auch die Stärken und Ressourcen des Kindes herausgearbeitet und mögliche Förderungen berücksichtigt. Unsere Dokumentation mit den Portfolios stellt die individuelle Entwicklung bildgestützt für die Kinder und Familien zur Verfügung und ist jederzeit für die Kinder einsehbar.
Eingewöhnung
Ziel der Eingewöhnung ist es, eine tragfähige Beziehung zwischen dem Kind und den pädagogischen Fachkräften der Kita aufzubauen. Gleichzeitig ist die Eingewöhnung die Grundlage für eine erfolgreiche Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen der Familie und der Kita.
Jede Eingewöhnung verläuft etwas anders, da die Bedürfnisse des Kindes und der Familien berücksichtigt werden. Zudem kann sich die Eingewöhnung anders gestalten, wenn sie nicht von einer Bezugsperson aus dem häuslichen Umfeld, sondern durch eine Fachkraft einer Krippe durchgeführt wird. Die Dauer der Eingewöhnung liegt aber in der Regel zwischen zwei und fünf Wochen.
Ein ausführliches Eingewöhnungskonzept mit Handlungsempfehlungen erhalten die Familien im Erstgespräch vor dem Beginn der Eingewöhnung.
Feste & Traditionen
Wir gestalten gemeinsam mit den Kindern (teilweise einrichtungsübergreifende) Feste. Wir feiern z. B. Fastnacht, Ostern, ein Sommerfest, ein Laternenfest und die Weihnachtszeit. In der Planung solcher besonderen Aktionen werden die Kinder befragt und aktiv miteinbezogen.
Kooperationen
Wir kooperieren mit der Johann-Peter-Hebel-Schule hinsichtlich eines gelingenden Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule. Hier werden wir einmal pro Woche von der Kooperationslehrkraft besucht.
Das Sprach-Fit-Programm unterstützt zudem mehrmals wöchentlich Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf bei der Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen für die Schule. Die dafür ausgebildete Lehrkraft ist dafür mindestes zweimal pro Woche in der Kita vor Ort.
Ein- bis zweimal im Monat besuchen die Tintenfische die Mediathek, um sich Bücher auszuleihen. Jedes Kind kann ein Buch mit nach Hause nehmen und beim nächsten Besuch in der Mediathek wieder abgeben. Abgerundet wird das letzte Kita-Jahr durch Museumsbesuche in Freiburg.
Einmal in der Woche besucht uns eine Mitarbeiterin der Musikschule in Gundelfingen. Mit dem Programm „Singen, Bewegen, Sprechen (SBS)“ werden Kinder bei der Erweiterung ihres Wortschatzes und weiterer sprachlicher Kompetenzen spielerisch und musikalisch gefördert.
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Familien A-Z als PDF





